Resümee von Tag eins und ein bisschen von Tag zwei

Das beste vorab: Ich habe gestern mein Tagesziel erreicht und heute auch schon. Insofern kann ich schonmal sehr stolz auf mich sein. Hoffe, es geht so weiter. Naja, eigentlich muss es sogar noch besser werden, denn morgen komme ich schon mal gar nicht zum Schreiben, weil ich den ganzen Tag über eine Schulung habe… Ich muss also vorarbeiten. Das mache ich dann nachher noch.

Ich bisschen einen Dämpfer bekam mein Stolz eben, als meine angeblich bessere Hälfte *gg* mein Tagwerk sichtete und dabei mehrfach die Stirn runzelte… Hmm, muss mich das sehr verunsichern. Er beteuerte sogleich, es würde ihm gefallen, sei nur an einigen Stellen so holperig. Kein Wunder, bei einer Rohfassung - rede ich mir gut zu - aber es ist schon so, dass ich jetzt sehr an mich halten muss, um diese holperigen Stellen nicht sofort aufzusuchen und auszubessern. NEIN! Das soll ja erst im Dezember geschehen.

Ach ja, es ist schon ein Kreuz, wenn der innere Schweinehund einerseits furchtbar faul ist, andererseits ein schrecklicher Perfektionist sein kann. Da hat man es doppelt schwer: Erst muss man mühsame Überredungsversuche machen, um ihn überhaupt zur Mithilfe zu bewegen und dann will einfach nicht aufhören, an jedem Satz herum zu mäkeln. Das muss ich ihm über den November noch austreiben, sonst sehe ich ihn schon mit Maulkorb und an der kurzen Leine in einer Ecke schmoren und Hass auf mich ausbrüten. Und das will ich auch nicht riskieren, denn sonst wandert das ganze Werk bereits Anfang Dezember in die Mülltonne (die virtuelle, versteht sich), statt nach einer angemessenen Überarbeitung zu einem guten Ende zu kommen.

Mein NaNoWriMo-Roman anderswo gespeichert

Ihr Lieben, die Unterseite hat sich als zu starr herausgestellt und überhaupt ist mir das alles nicht so lieb hier. Deshalb habe ich kurz entschlossen meinen Roman auf einer anderen Blogadresse eingestellt. Ihr findet das werdende Werk unter: http://ethana.twoday.net

Ich würde mich freuen, wenn ihr dort lesen würdet - Diskussion wie geschrieben im NaNo-Blog http://nano.twoday.net

Ich stehe in den Startlöchern - und muss noch so lange warten…!

Es ist der 31. Oktober, kurz nach halb acht am Abend. Theoretisch beginnt NaNoWriMo in nicht mal mehr 4,5 Stunden. Nur für mich beginnt er erst in knapp 24 Stunden. Vorher werde ich es gar nicht schaffen, etwas in den Computer zu hacken. Sonst müsste ich schon mein Frühstück ausfallen lassen, die Arbeit schwänzen (geht GAR nicht) oder mich zwei teilen. Letzteres wäre überhaupt praktisch manchmal, hat auch mein Redakteur bei der Zeitung schon gesagt, wenn er mich gerne zu zwei Terminen zeitgleich geschickt hätte… Aber das geht nun mal nicht. Und so muss ich schon am ersten Tag hinter den anderen her schreiben, hänge sofort von Anbeginn an, zurück. Schrecklich dieser Gedanke!

Dabei haben sich in meinem Kopf schon alle wichtigen Ereignisse meiner Geschichte verdichtet und warten nur noch darauf, dass ich sie erzähle. Ab Morgen könnt ihr dann auf der Unterseite “Ethana” meine Schreiberei verfolgen. Allen Nicht-Teilnehmern des NaNoWriMo sei noch einmal gesagt, dass es sich um eine schnelle Rohfassung des Textes geht, überarbeitet wird erst nach dem November. Also erwartet nicht zuviel an literarischem Niveau.

Ich hasse die Bahn!

Das muss ich jetzt hier auf jeden Fall mal festhalten. Ich wollte ein Ticket zurückgeben, das ich am vergangenen Streik-Donnerstag nicht einlösen konnte. An der Service-Hotline sagte man mir, das sei kein Problem. Also auf zum Bahnhof, Geld zurück holen…

Denkste! Da ich das Ticket online erworben hatte, konnte mir der gute Mann am Schalter das Geld nicht geben. Ich muss gestehen, er musste dann unter meiner rasend schnell entstandenen Wut etwas leiden. Leider wusste er auch nicht, wo ich die Fahrkarte zurück geben könnte und verwies mich wieder an die Streikhotline.

Also habe ich da angerufen - natürlich landete ich zunächst in der Warteschleife und bei der automatischen Ansage von irgendwelchen Angeboten, die mich nicht interessierten. Als ich begann mein Problem zu schildern, wurde ich rüde unterbrochen und musste mir anhören, dies sei die Streikhotline und sie hätten nichts mit Fahrkarten zu tun. Ich begann von vorne, erklärte, dass ich die Karte am Schalter nicht los würde und fragte erneut, wo ich mich hinwenden müsse…

Dann bekam ich eine Postfachadresse genannt, an die ich meine Originalfahrkarte zu senden hätte. Nun muss ich also einen formlosen Brief einreichen, dass ich die Rückerstattung meines Fahrgeldes “beantrage” usw. usf. Ich habe die Fahrkarte vorab gescannt, damit mir niemand sagen kann, sie sei nicht angekommen. Trotzdem habe ich Zweifel, ob das alles glatt gehen wird. Der Betrag soll dann auf mein Konto überwiesen werden - Bearbeitungszeit 2-3 Wochen! Abgebucht haben sie einen Tag nach Bestellung der Tickets… *grummel*

Ganz anders die Kulanz und Kundenfreundlichkeit bei Amazon. Von dort sind ja meine Belohnungsschuhe. Die wurden am Freitag geliefert. Gestern (Samstag) habe ich auf der Website gesehen, dass eine Gutscheinaktion läuft, bei der man bei Schuhkäufen über 50Euro einen Gutscheincode in die Bestellung eingeben kann und damit 20Euro erlassen bekommt. Nach zwei Telefonaten und einer E-Mail wurde mir dieser Gutschein nachträglich angerechnet! Obwohl meine Bestellung einen Tag vor Aktionsbeginn einging und ich den Code nicht hatte angeben können. Ich meine, das ist echt Spitze!

Ein Hoch auf die virtuelle Schreibgruppe!

Hier jetzt mal ein ganz großes Dankeschön an alle Mitstreiter im NaNo, speziell diejenigen, die sich im NaNo-Blog austauschen! Ihr helft mir wirklich sehr mit eurem Interesse und euren Nachfragen. Es ist ganz toll, wie man da voran kommt in seiner Geschichte, wenn jemand mitdenkt und versucht, den einzelnen Anhaltspunkten zu folgen. Dadurch bin ich ja schon auf so viele neue Gedanken bzw. vertiefende Gedanken gekommen, dass ich richtig high werde von der Wirkung.

Das ist für mich der schönste Aspekt am Internet. Man kann fremde Menschen unkompliziert kennen lernen und braucht keine Anlaufphase für so eine Zusammenarbeit. Was im normalen Leben viele Tage und Wochen dauert, weil man sich erstmal flüchtig kennen lernt, dann darauf kommt, das beide vielleicht gerne schreiben, dann sieht man sich wieder, tauscht sich etwas aus (”Und, was machst Du so?” “Ich schreibe beim NaNo mit.”), vereinbart vielleicht sogar ein weiteres Treffen oder tauscht Telefonnummern aus… Bis dahin ist der November ja schon vorbei!

Ich finde es klasse, dass sich über das Internet Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher Lebensweise, verschiedenen Alters einfach so zu einer virtuellen Gruppe zusammenschließen können. Jeder duzt jeden, jeder nimmt jeden ernst, jeder kann helfen… Super!

Das sind sie!

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Diesen Schuhen konnte ich nicht widerstehen! Jetzt gehören sie mir… Naja, nur anziehen darf ich sie eben noch nicht. Das habe ich mir ja selbst so ausgesucht. Sie stehen da und warten auf mich. Und nur wenn ich genug Worte geschrieben habe, darf ich sie auch anziehen. Darüber wird nicht nur von mir selbst gewacht, könnt ihr mir glauben :-)

Wie schnell kann ich wohl 50.000 Wörter schreiben? Dafür braucht man doch keine 30 Tage, oder? Sonst wird das Wetter ja auch zu schlecht für diese entzückenden Fußschmücker! Ihr seht schon, ich muss mich sehr beeherrschen. Nun ja, vielleicht komme ich dann doch auf die vielen tollen Tricks zum Wörterschinden innerhalb eines Romans zurück: Eine Beerdigung mit allen notwendigen Psalmen, Gebeten und Liedern, dazu ein Charakter mit Kochleidenschaft, damit ich viele Rezepte einfügen kann, eine Figur die ständig klassische Gedichte rezitiert… Nein, das wollte ich sicher nicht und nichts davon passt in meinen Fantasyroman, der mir schon so deutlich vor Augen steht.

Und wie gefallen euch meine Belohnungs-Zwillinge?

Hehehe, Schuhe schon bestellt!

Hier muss ich doch mal sagen, wie unglaublich glücklich ich mich schätzen kann mit “meinem Mann”, also meinem Freund, Lebenspartner, Lebensgefährten, was auch immer… Er hat meinen Eintrag gelesen, dass ich mir die Schuhe als Belohnung auserkoren habe und sie bei erfülltem NaNo kaufen will. Viele Männer hätten wohl gestöhnt und den Kopf geschüttelt (nehme ich an). Nicht so meiner! Er wies mich teilnahmsvoll darauf hin, dass die Schuhe dann bereits ausverkauft sein könnten oder eben eine aktuelle Kollektion diese verdrängt haben könnte. Seiner Meinung nach sei es viel besser/sicherer, die Schuhe gleich zu bestellen…! Juchuh, ich habe einen Schatz gefunden! Nun sind die Schuhe bestellt und schon auf dem Weg zu mir. Ach, könnte eine Frau glücklicher sein?

Anziehen werde ich sie nur einmal zur Probe, dann erst nach Fertigstellung der 50.000 Worte… Oder schon mal kurz bei 10.000, 20.000, 30.000, 40.000? Oh Mann, ist das verlockend.

PS: Natürlich könnte eine Frau glücklicher sein. Es gibt viel Wichtigeres als neue Schuhe. Aber allein über diese Geste und Reaktion bin ich einfach nur total happy.

Durchatmen nach einem Versuch

Ha, ich habe mir heute die Zeit genommen, einfach mal ins Blaue zu schreiben und die Worte zu zählen, die dabei so zusammen kommen. Fazit: Ich schreibe 1.667 Wörter in knapp einer Stunde auf dem PC. Dabei habe ich zwar keine Geschichte erzählt, aber dennoch in einem sinnvollen Zusammenhang geschrieben. Also, nehme ich diese Zahl als Richtwert für den November und kann durchatmen. Ich hatte mit einem viel größeren zeitlichen Aufwand gerechnet, was zu der vorübergehenden Panikattacke gestern führte… Naja, das habe ich jetzt jedenfalls hinter mir.

Es ist ja auch nicht so, dass man sich mit völlig leerem Kopf an den Rechner setzt und dann erst beginnt zu überlegen, wie die Geschichte weitergehen soll. Sie wächst ja den ganzen Tag über und spinnt sich selbst fort. Da kann man sich dann einfach hinsetzen und all diese Gedanken und Ideen einfach nur noch zu Papier bringen. Ich hoffe auf ein kontinuierliches Strömen der Worte, Sätze, Szenen, Kapitel und schließlich der 50.000 Wörter insgesamt.

Als Belohnung für die Erreichung dieser Zahl habe ich mir ein Paar Schuhe in Aussicht gestellt. Schuhe, die mir wahnsinnig gut gefallen, die ich aber ehrlich gesagt nicht wirklich brauche, weil sie schön aber eher unpraktisch sind. Aber SO BEQUEM! Ich hatte sie bei meinem letzten Besuch in Berlin an und hätte sie beinahe sofort gekauft. Die Vernunft hielt mich davon ab, doch ich trauerte ihnen immer weiter nach… Nun habe ich sie eben als Ziel für Ende November vor mir - oder früher, wenn ich noch schneller schreiben kann als im Wettbewerb vorgesehen :-)

Soviel zu meinem heutigen Probedurchlauf. Bis morgen

Ein erster Eindruck

Heute habe ich einen ersten Eindruck davon, wie ich mich in den nächsten Wochen fühlen werde. Nach meinem ersten “halb-offiziellen” Tag im Projekt bin ich mit etwas dröhnendem Kopf nach Hause gekommen. Das dringende Gefühl, nur noch abschalten zu wollen, war fast übermächtig. Wie wird es werden, wenn ich weiß, dass ich auch an diesen Tagen (und längeren) noch 1.667 Wörter schreiben “muss”, um im Plan für NaNo zu bleiben? Wie viel muss ich an anderen Tagen schreiben, um die fehlende Energie an diesen Tagen zu überbrücken und auszugleichen?

Wenn ich mir so vorstelle, dass ich JETZT 1.667 Wörter schreiben sollte, verlässt mich mal wieder etwas der Mut. Schon wieder, muss ich fast sagen. Dabei steht mein Entschluss doch so fest, den NaNo zu schaffen! Ein bisschen erinnere ich mich damit selbst an den Bericht von Hape Kerkeling über seinen Pilgerweg. Wie groß die Hürde und der innere Schweinehund werden können. Dass er laut fragt, warum man sich diesen Schwachsinn überhaupt vorgenommen hat! Ja, er fragt mich das - laut, deutlich, ständig und überhaupt sehr nervig. Und ich kann ihm nur eine Antwort geben: Weil ich es will! Ob er irgendwann im November selbst so mitgerissen wird, dass er das Schreiben einfordern wird? Ob er mich dann an den PC zerren wird, damit ich endlich die nächsten 1.667 Wörter fixiere? Schön wäre das. Dann wäre ich nicht mehr allein mit meinem Vorhaben. Dann wären nicht nur virtuell ganz viele Gleichgesinnte um mich herum, sondern hier vor Ort, mit mir im Arbeitszimmer, mit dem Blick gemeinsam auf dem Monitor und einem Gefühl, es gemeinsam sicher zu schaffen… Ach ja, kann es solche Schweinehunde überhaupt geben?

Das Chaos perfekt machen

So, nun stehe ich also da und muss mich ernstlich fragen, ob es mit dem NaNo noch was werden kann. Seit gestern habe ich eine neue Stelle - halbtags in einem Projekt, also eher nach Bedarf und am Anfang mehr als halbtags bis alles läuft - und das auch noch rückwirkend zum 1. Oktober.

Sofort wurde ich mit einem ganzen Berg Papier ausgestattet, den ich über das Wochenende wenigstens sichten, besser durcharbeiten muss. Montag besprechen wir vor Ort die nächsten Schritte, Donnerstag fahre ich nach Berlin, Sonntag zurück und am Montag muss ich zur Besprechung im Begleitausschuss und die Planung der nächsten Aktionen präsentieren. Hilfe! Da kommt ganz schön viel auf mich zu.

Und dennoch will ich schreiben - zum Ausgleich und weil ich mir davon jede Menge Spaß erwarte.